Weihnachten in der Krise? – TEIL 5 – FACETTEN DES LICHTS

von Johannes Vollmer

Gehen Sie auch in dieser Zeit gerne durch die Straßen und sehen sich die so verschiedenartig dekorierten und beleuchten Fenster an?
Der Lichterglanz, der die Häuser schmückt, fasziniert mich jedes Jahr aufs neue.
Licht brauchen wir Menschen, um leben zu können. Das können besonders die Menschen beurteilen, die nördlich des Polarkreises wohnen. Dort wird es in den Wintermonaten nicht richtig hell.
In dieser Jahreszeit, in der es auch bei uns sehr lange dunkel ist, empfinden wir diese weihnachtliche Beleuchtung als sehr angenehm. Im Jahr 1986 hat der Österreichische Rundfunk (ORF) die „Aktion Friedenslicht“ ins Leben gerufen. Jedes Jahr entzündet ein Kind das Friedenslicht an der Flamme in der Geburtsgrotte Christi in Betlehem. Ab dem 3. Advent wird das Licht in Deutschland verteilt. Dieses Licht wird immer weiter gegeben und wird in Deutschland an über 500 Orten an jeden weitergegeben, der es haben möchte.
In diesem Jahr steht die Aktion unter dem Motto: „Frieden überwindet Grenzen“.
Das Friedenslicht kommt nicht nur nach Deutschland, sondern geht in die ganze Welt und überwindet damit alle Grenzen, die wir Menschen in dieser Welt festgelegt haben. Es geht von dem Ort aus, wo es einst von Gott hingesendet wurde. Der helle Stern von Bethlehem, der schon die Weisen führte und auch den Hirten Orientierung gab, erleuchtet den Stall in dem Gottes Sohn als Mensch geboren wird. Ein Ereignis, dass etwas besondres ist, heilig eben – der „Heilige Abend“ –  Jesus – von Gott zu den Menschen gesandt.

Jesus sagt später selbst von sich (Joh. 8,12) Ich bin das Licht der Welt…

Wir Menschen brauchen Licht auch um uns orientieren zu können, und den Weg zu unserem Ziel zu finden. Nicht umsonst wurden, als es noch keine Navigationsgeräte gab Leuchttürme gebaut, die der Schifffahrt Orientierung gaben. Und wir selbst wollen auch gutes Licht an unseren Fahrzeugen haben, damit wir bei einer Nachtfahrt gut sehen können.

Ich erinnere mich gern an eine Nachtwanderung im Schwarzwald. Unser Vermieter der Ferienwohnung hatte uns dazu eingeladen. Wir waren ca. 15 Leute. Er war der Einzige der sich gut auskannte und ein Licht hatte. Ein Seil hatte er sich umgebunden, welches so lang war, dass wir alle hintereinander her laufen und es anfassen konnten. Obwohl wir uns in diesem Gebiet nicht auskannten, kamen wir alle gut am Ziel an.

Das ist für mich ein Beispiel wie Jesus mit uns umgeht. Wenn er vorangeht und wir ihm folgen, können wir das Ziel nicht verfehlen. Etwas später lesen wir mehr davon.
Aber der Ausdruck des Lichtes hat ja viele Bedeutungen. Wir verbinden ihn in unserer Sprache auch oft mit dem Begriff der Erkenntnis, des Begreifen.

Volkstümlich würden wir sagen: Uns ist ein Licht aufgegangen.

Auch in unserem Empfinden spielen Licht und Dunkelheit eine Rolle. Gerade in der gegenwärtigen Zeit mit all der Ungewissheit wie es weitergeht, mit der Angst um die Existenz oder die Befürchtung nicht gesund zu bleiben. Das würden wir vielleicht mit „dunklen Zeiten“ beschreiben.
Dagegen wenn wir aus diesen Situationen gut herauskommen bzw. Freude oder Erfolg vor uns liegen dann „geht die Sonne auf“ oder wir sehen „Licht am Ende des Tunnels“.
Wenn Jesus in der Bibel davon spricht, dass er das Licht der Welt ist, dann heißt das für uns, dass er uns in unserem Leben Orientierung, Halt und Erkenntnis schenken will.

Schauen wir in die Bibel hinein, so ist sie voll von Hinweisen wie Leben gelingen kann.
Das Leben Jesu, das in den ersten vier Büchern des neuen Testamentes beschrieben wird, macht deutlich, wie wir Menschen miteinander umgehen sollten.
Oder schauen wir in das Buch der Sprüche im alten Testament. Dort sind Lebensweisheiten aufgeschrieben, die bis heute gelten und die wir zum Teil sogar noch verwenden.
Die Bibel kann man auf ganz unterschiedliche Weise lesen. Man kann es oberflächig tun und sie als Geschichtsbuch verwenden. Vieles ist geschichtlich erforscht und durch Ausgrabungen belegt.
Wenn man sie aber gründlicher und intensiver liest, kann sie uns ganz persönlich ansprechen und Licht und Orientierung in unserem Leben sein. Für mich ist sie ein sehr spannendes Buch, das mir immer häufiger ein „Aha – Erlebnis“ gibt, aber auch immer noch Geheimnisse birgt. Das Licht des Heiligen Abends, an das wir uns ja in jedem Jahr wieder erinnern ist nicht am nächsten Morgen erloschen, sondern will bis in unser ganz persönliches Leben hinein leuchten. Uns Orientierung, Halt und Sinn in unserem Leben geben. Ich wünsche Ihnen, dass Sie sich immer wieder daran erinnern. Besonders dann, wenn Sie genauso wie ich am Heiligen Abend im Schein der Kerzen zusammen sitzen. 

Gott segne Sie und behüte Sie.

Wenn sie Fragen zu den Themen haben, die wir in dieser Adventszeit bedacht haben oder auch darüber hinaus sind Sie herzlich eingeladen, sich an die auf dieser Seite angegebenen Adressen zu wenden.

Advent in der Krise? – Teil 4 – UND WAS NUN?

Von Marc-Aurel Nerlich

Da stehe ich nun auf dem Parkplatz. Die Wut kocht in mir hoch und ich bin kurz davor, emotional über- zureagieren und eine kleine Bombe bei einem Telefonat hochgehen zu lassen. Was der Grund für dieses Verhalten ist? Eigentlich etwas Banales aber dennoch echt Ärgerliches. Die Ergotherapie-Praxis, bei der ich in Behandlung bin, hat geschlossen und ich wurde nun zum wiederholten Mal nicht davon in Kenntnis gesetzt. Das bedeutet für mich ein effektiver Zeitverlust von einer knappen Stunde. Zeit, die ich gerne besser genutzt hätte.

Kennen Sie das? Das Gefühl enttäuscht zu werden und das vielleicht zum wiederholten Mal? Enttäuschungen begleiten uns unser Leben lang. Auch dieses Weihnachtsfest sorgt in der Bevölkerung für große Enttäuschung, wie wir aus den vorherigen veröffentlichen Texten bereits herauslesen konnten. Aber soll dieses Gefühl wirklich der Grundtenor für das Weihnachtsfest 2020 sein?

Wenn wir uns die biblische Weihnachtsgeschichte anschauen, dann merken wir schnell, dass auch diese mit Enttäuschungen zu tun hat. Klar wird dies an den Magiern aus dem Morgenland. Sie wollen den neugeborenen König (Jesus) sehen. Der Auslöser für ihre monatelange Reise war ein Stern, der bei ihnen zu Hause im Morgenland am Himmel erschienen war. Aufgrund des Erscheinens dieses Sternes deuteten sie, dass in Jerusalem ein neuer König geboren worden ist. Aus diesem Grund machten sie sich auf den Weg und wurden in Jerusalem enttäuscht. Denn es war kein neuer König auf die Welt gekommen. Ratlos und frustriert wollten sie sich schon auf den Rückweg begeben, als sie von den Priestern aus Jerusalem erfuhren, dass es eine jahrhundertealte Prophezeiung gibt, die besagt, dass ein besonderer König, in Betlehem geboren werden soll. Plötzlich wurde aus der Enttäuschung der Magier Hoffnung und sie begaben sich auf den Weg nach Betlehem. Währenddessen erschien ihnen wieder der Stern, den sie in ihrer Heimat aufgehen sehen haben und führte sie zu einem Stall, über den er stehen blieb. Doch da auf einmal, so stelle ich es mir vor, kippte ihre Hoffnung wieder zur Enttäuschung um. „Ein Stall?“ müssen sie sich gefragt haben. „Wie soll sich denn darin jemand Hochgeborenes befinden?“ Verstärkt wurden ihre Zweifel dann auch dadurch, dass sich vor dem Stall Männer aus einer der untersten Schichten der Israeliten befanden, nämlich Hirten. Trotz alledem begibt sich die Gruppe von Männern in den Stall, um…,ja Sie haben es erraten, erneut enttäuscht zu werden. Denn in dem Stall befanden sich neben den Hirten und Tieren nur ein einfaches Bauernpaar mit einem Neugeborenen. Und trotz alledem tun sie das Unglaubliche. Sie fallen vor dem Kind auf die Knie und überreichen ihm Geschenke, die eines Königs würdig sind und ein kleines Vermögen wert waren. Ich frage mich warum? Woher hatten sie plötzlich die Sicherheit, dass dieses Kind wirklich der versprochene König sei? Es muss eine innere Stimme oder ein Überzeugtsein gewesen sein, dass sie glauben ließ.

Wenn ich diese Geschichte betrachte, so ermutigt sie mich. Denn sie zeigt uns unter anderem, wie wir mit diesem vielleicht sehr enttäuschenden Weihnachtsfest umgehen können. Denn auch die Magier wurden in der Geschichte mehrfach enttäuscht. Aber sie nahmen trotz alledem jeden Funken wahr, bzw. an, der nach Hoffnung aussah. Wie schön wäre es, wenn wir es genauso tun könnten. Unseren Blick nicht auf die Verbote und Einschränkungen richten, sondern auf das, was Hoffnung schenkt und Enttäuschung verdrängt. „Doch was soll das sein?“ Wird jetzt der Ein oder Andere fragen. Die Antwort liegt auf der Hand: Jesus! Er ist der ursprüngliche Grund dieses Festes. Sein Geschenk an uns ist das Geschenk des ewigen Lebens, ohne Trauer, Schmerz und Leid. Ein Geschenk, das darauf wartet, ausgepackt zu werden. Doch wie kann ich dieses Geschenk auspacken? 

Ich möchte diese Frage anhand einer Geschichte beantworten: Ein Mann war in eine Grube gefallen und kam nicht mehr heraus. Plötzlich kam ein Börsenspekulant vorbei und sah die Grube. Schnell lief er zu ihr hin und sah, dass dort jemand hineingefallen war. Als der Mann in der Grube den Spekulanten sah, rief er zu ihm: „Können Sie mir bitte aus der Grube heraushelfen?“ Der Banker antwortete: „Ich habe gehört es kommt ein sehr starker Regen auf uns zu. Ich gehe davon aus, dass das Wasser ausreichen wird, um die Grube so weit zu füllen, dass Sie herauskommen.“ Bevor der Mann aus der Grube darauf reagieren konnte, war der Börsenspekulant bereits verschwunden.

Einige Stunden später erschien ein Bergbauarbeiter an dem Loch der Grube. Auch ihn bat der Mann um Hilfe. Der Bergbauarbeiter antwortete: „Sie müssen einen Schacht in die Wand der Grube nach oben graben. Dann kommen Sie bestimmt raus.“ Bevor der Mann in der Grube ihm mitteilen konnte, dass er nichts zum Graben hatte, war der Bergbauarbeiter schon weg.

20 Minuten später rief ein sehr einfach gekleideter Mann in die Grube hinunter: „Darf ich Sie aus der Grube rausholen?“ Ein Ja ertönt von unten. Darauf antwortet der Mann: “Warten Sie noch einen kleinen Moment. Ich hole schnell meine Leiter, komme zu Ihnen hinunter und helfe Ihnen aus der Grube raus.“

Beim Lesen dieser Geschichte wird mir eines klar: Ich bin der Mann in der Grube. Enttäuschungen, Verletzungen, Krankheiten, der Tod und vieles mehr haben mich dort hineingeworfen. Es gibt so viele Situationen, wo ich keinen Ausweg sehe und nicht alleine aus dem Schlamassel herauskomme. Wie froh bin ich in solchen Situationen, dass es dort jemanden gibt, wie der letzte Mann in der Geschichte und mich herausholt. Jesus ist dieser Mann für mich. Er begibt sich in meine ausweglosen Situationen hinein, indem er vor 2000 Jahren auf die Welt kam und bis heute ein Begleiter an meiner Seite sein will. Er hat sogar den Tod für mich überwunden und mich dadurch letztendlich für immer aus der Grube herausgeholt und will mir ein Leben schenken, dass so viel besser ist als dieses hier: Ohne Schmerzen, ohne Leid und Krankheit. Das Einzige was ich tun muss, um dieses Geschenk anzunehmen, ist wie der Mann in der Grube, auf Jesu Angebot mit „Ja“ zu antworten.

Ich bitte Sie, packen Sie dieses Geschenk aus! Das können Sie dadurch tun, indem Sie einen bekannten oder befreundeten Christen fragen, ob er Ihnen mehr von Jesus erzählen kann. Wenn Sie möchten, können Sie mir gern eine Email schreiben oder mich anrufen (Tel. Nr. auf Anfrage per Mail) und ich erzähle Ihnen mehr über das Baby in der Krippe, das die Welt veränderte.

Ich wünsche Ihnen von Herzen Gottes Segen.

Email: Marc-Aurel.Nerlich@adventisten.de

Advent in der Krise? – Teil 3 – Eine unglaubliche Geschichte

von Christian Mehnert

Weihnachten ist jedes Jahr auf’s neue eine besondere Zeit, der ein „Zauber“ innewohnt. Aber was ist es, was die Weihnachtszeit so besonders macht? Ist es die Jahreszeit, in der es früh dunkel wird und in der zum Teil von unglaublichen Lichtinstallationen von dezent bis zum Modell „Rummelplatz 4.0“ alle Abstufungen zu finden sind? Sind es die Weihnachtsmärkte und die geschmückten Geschäfte und Einkaufszentren? Sind es die alten Lieder und Geschichten?

All das spielt sicher mit hinein doch vieles davon ist eben in diesem Jahr nicht möglich. Wir sind gezwungen, uns auf das nötigste zu beschränken. Gerade heute haben wir erfahren, dass noch vor Weihnachten alles nicht wirklich Notwendige „heruntergefahren“ wird.

Wir beginnen uns zu Fragen, was denn das „wirklich Notwendige“ ist. Und jeder wird diese Frage etwas anders beantworten.

Ebenso dürfte es mit der Weihnachtsgeschichte aussehen. Was ist denn das Elementare an der Weihnachtsgeschichte?

Keiner von uns hat das Geschehen von damals live miterlebt. Und selbst die, die es damals gesehen haben, haben es aus ihrer Perspektive und in ihrer Lebenswirklichkeit erlebt. Eines dürften sie aber alle gleichermaßen so gesehen haben: Die Geschichte, die damals in Nazareth und in Bethlehem ihren Anfang nahm, ist schier unglaublich.

Da ist zunächst mal Maria, die Verlobte von Joseph, einem Zimmermann aus Nazareth. Ihr erscheint ein Engel. Nicht irgendein Engel, sondern einer der Erzengel. Gabriel, ein Bote Gottes, der Maria die Geburt Jesu ankündigt. Eine für sie unglaubliche Ankündigung. Sie erschrickt schon über das Erscheinen des Engels (wer würde das nicht), wundert sich über die seltsame Begrüßung („Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit Dir!“) und die Nachricht, die der Engel für sie hat, schlägt dem Fass den Boden aus: „Du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären, dem sollst du den Namen Jesus geben“ (Lukas 1, 31). Es dürfte uns nicht schwerfallen, nachzuvollziehen, dass sie Zweifel hat und berechtigterweise darauf hinweist, dass sie ohne „von einem Mann zu wissen“ nicht schwanger werden kann. Klärt sie den Engel Gabriel auf? Das ist schließlich nicht möglich, nach allem, was sie über das Schwangerwerden weiß und was logisch wäre. Der Engel nimmt sie ernst und erklärt ihr, wie es geschehen soll.
Am Ende nimmt sie die unglaubliche Botschaft an. Aber warum?  
Maria lebt in der Jüdischen Tradition und kennt die Geschichten des alten Testaments, in denen von unglaublichen Dingen und Wundern berichtet wird. Doch darauf nimmt der Engel gar nicht Bezug, sondern er weist sie auf Gottes Wirken in ihrer unmittelbaren Umgebung hin. Elisabeth, eine Verwandte Marias, war mit Ihrem Mann, dem Priester Zacharias, lange kinderlos geblieben. Sie galt als unfruchtbar und beide, Elisabeth und Zacharias, waren auch nicht mehr die Jüngsten. Der Engel berichtet Maria, dass auch diese unfruchtbare Frau schwanger sei. Er war ihrem Mann „auf der Arbeit“, also im Tempel, erschienen und hat ihm Elisabeths Schwangerschaft angekündigt. Auch der erschrak natürlich und auch ihm rief der Engel zu „Fürchte dich nicht, denn dein Gebet ist erhört worden“.
Maria macht sich auf den Weg, um Elisabeth zu besuchen. Warum bricht Maria auf? Vielleicht, um zu prüfen, ob das, was der Engel ihr gesagt hat, wirklich wahr ist? Ich glaube, dass das ein Grund gewesen sein dürfte. Und das ist auch mehr als verständlich. Beide, Maria und Elisabeth hatten etwas erlebt, was unglaublich war. Sie hatten Zweifel und haben sich vergewissern wollen.

Einige Zeit später brachte Maria ihren Sohn in Bethlehem zur Welt. In Bethlehem nicht, weil es dort eine besonders schöne Geburtsklinik befand und sie es sich ausgesucht hatten, dort zu gebären, sondern wegen einer Verordnung, einer Anordnung des Kaisers.

In dieser Gegend waren an diesem Abend Hirten auf dem Feld, die ihre Herde beschützten. Auch ihnen begegnet der Engel und auch sie erschraken und auch ihnen ruft der Engel zu … na, dreimal dürfen wir raten … genau: „Fürchtet euch nicht!“.
Der Engel verkündet ihnen die Geburt „ihres Heilands“. Auch die Hirten waren verstört, verängstigt. Auch von ihnen hatte noch niemand einen Engel gesehen. Und es blieb ja nicht bei nur dem Einen sondern die Bibel berichtet von „Heerscharen“ von Engeln und von hellem Licht und vom Gesang der Engel. Als das „Spektakel“ vorüber war und sie wieder einen klaren Gedanken fassen konnten, gingen die Hirten nicht zum Tagesgeschäft über. Das, was sie gerade erlebt hatten, war unglaublich und sie wollten sich davon überzeugen, dass das tatsächlich so stattgefunden hat. Sie machten sich auf den Weg nach Bethlehem und fanden alles so, wie es ihnen berichtet wurde. Sie waren so überwältigt von dem, was sie erlebt hatten, dass sie auf ihrem weiteren Weg jedem davon erzählten. Sie waren die ersten Pastoren der christlichen Kirche, könnte man sagen (lat. Pastor = Hirte). Pastoren, die im Übrigen schon damals ein Problem hatten, was wir auch heute kennen. Nämlich alle, denen sie davon erzählten, die es aber nicht selbst miterlebt hatten, waren sehr verwundert und hatten so ihre Schwierigkeiten zu glauben, was ihnen die Hirten erzählten. (Lukas 2, 18)

Es gibt noch eine weitere Geschichte im Leben Jesu, oder wohl besser „danach“, die ich noch aufgreifen möchte. Nach der Kreuzigung, dem Tod und der Auferstehung Jesu (schon wieder so eine unglaubliche Geschichte), erscheint Jesus seinen Jüngern, die sich in ihrer Angst und Verzweiflung verbarrikadiert hatten und nicht wussten, wie es weitergehen soll.
Bei dieser Begegnung fehlte aber neben Judas auch noch ein weiterer Jünger. Thomas, der unfairerweise heutzutage häufig der „ungläubige Thomas“ genannt wird. Thomas konnte den Erzählungen seiner Freunde nicht glauben. Er hatte gesehen, wie Jesus gefangen genommen wurde, verurteilt und hingerichtet. Er hat gesehen, wie er begraben wurde. Genau, wie alle anderen Jünger das auch gesehen haben. Und genauso wie der „ungläubige Thomas“ hatten alle anderen Jünger zuerst Angst und zugleich Zweifel. Jesus musste ihnen erst beweisen, dass er es wirklich ist, indem er ihnen seine Wunden der Folter und der Hinrichtung zeigt. „Ich bin es wirklich. Hier, fasst mich an und überzeugt euch selbst“.  (Lukas 24,38-39)
Und obwohl sie gläubige Männer waren, die regelmäßig in die Synagoge gingen und die Bücher der Propheten kannten, musste Jesus sie erst daran erinnern, dass die ganze Geschichte, die sie so verstört hatte, genau so geschehen musste. Ihre ganze theologische Ausbildung hatte ihnen in dieser existenziell herausfordernden Situation nichts genutzt.
Er sagte: „Es steht doch dort geschrieben. Der von Gott erwählte Retter muss leiden und sterben, und er wird am dritten Tag von den Toten auferstehen.“ (Lukas 24,46)
Das alles hatte Thomas nicht miterlebt und er wollte nicht seinen Brüdern glauben, wenn er es nicht selbst sehen würde. Jesus gewährt ihm das. Er nimmt seine Fragen ernst, begegnet ihm persönlich und nimmt ihm seine Zweifel.

Haben Sie auch Zweifel an den Berichten aus der Bibel? Ist das zu unglaublich oder widerspricht gar Ihrer Lebenswirklichkeit oder neueren wissenschaftlichen Erkenntnissen? Das kann ich verstehen und auch Gott versteht das. Wir leben in einer Zeit und in einer Welt, die für uns voller Widersprüche steckt. Wenn wir auf die Geschichte blicken, und vielleicht besonders auf die Geschichte der Kirchen in dieser Welt, dann kommen uns Zweifel und es fehlt nicht an Argumenten, die Kirchen und „ihre Leute“ in Frage zu stellen.
Ich möchte Sie aber ermutigen, es Maria, den Hirten oder Thomas gleich zu tun. Machen Sie sich auf den Weg. Lassen Sie sich auf die unglaublichen Geschichten ein und unterziehen Sie sie einer „Lebensprüfung“.
Prüfen Sie nicht die Kirche oder die Menschen. Die haben Fehler gemacht und machen auch heute Fehler. Prüfen Sie Gott.
Als Christen glauben wir an Gott, der uns bis ins letzte Detail kennt. Und so kennt er auch unsere Vorbehalte, unsere Nöte, unsere Zweifel, von denen übrigens auch ein langjähriger Christ genauso wenig frei ist, wie jemand, der Gott vielleicht noch gar nicht kennt. Und in diesen Tagen, in denen wir mit Hadern und Zweifeln das Geschehen in dieser Welt beobachten, wir uns fragen: “Gott wo bist du?”, da nimmt Er uns ernst, ruft uns zu “Fürchtet euch nicht!” und lässt sich darauf ein, dass wir ihn prüfen und hinterfragen, wenn wir es ehrlich meinen. “Wenn ihr mich von ganzem Herzen sucht, dann will ich mich von euch finden lassen…“ (Jer. 29, 13-14).

Wenn Sie die hier erwähnten Begebenheiten nachlesen möchten, dann können Sie das im Lukas-Evangelium tun.

Ich wünsche Ihnen eine gesegnete dritte Adventswoche.

Bleiben Sie gesund!

Gott befohlen!

Advent in der Krise? – Teil 2 – FRÖHLICHE WEIHNACHTEN?

von Johannes Vollmer

Advent in der Krise? –   Teil 2 – Fröhliche Weihnachten?

Ja es ist Weihnachtszeit und damit ist auch wieder die Zeit gekommen in der man Weihnachtslieder hört oder sie vielleicht selbst singt.

Mir ist dabei heute ein Lied eingefallen, dass so gar nicht in die Weihnachtszeit diesen Jahres passt.

Das Lied heißt „Fröhliche Weihnacht überall“.. Fällt ihnen bei dem Text dieses Liedes etwas auf? Es berichtet von der Fröhlichkeit zu Weihnachten.

Was denken Sie? Kann man das in diesem, so außergewöhnlichen Jahr, überhaupt singen?

In Zeiten, in denen so viele Menschen um ihr Überleben kämpfen müssen?

Und das in vielerlei Hinsicht: 
In den Krankenhäusern und auf den Intensivstationen kämpfen täglich Menschen um ihr Leben und um das Leben anderer.

Andere wiederum bangen um ihre berufliche bzw. wirtschaftliche und damit finanziell verbundene Existenz und wissen nicht ob und wie sie überleben können.

Adventszeit in dieser Krise. Ja, wir stecken in einer Krise. Und nicht nur wir. Die ganze Welt steckt in dieser Krise.
Doch Krisen sind keine Erfindung des Jahres 2020. Überall in der Welt gibt es Katastrophen, diebis hin zu Kriegen führen, die wiederum unsagbares Leid verursachen. Fast immer durch Machtinteressen Einzelner herbeigeführt. 
Es gibt aber auch in unserem ganz persönlichen Leben Krisen in denen wir erstmal keinen Ausweg mehr sehen.

Doch was hat das mit der Adventszeit zu tun?

Das Wort „Advent“ kommt aus dem lateinischen und bedeutet so viel wie „Ankunft“.
Darum geht es auch in der biblischen Geschichte von Weihnachten, die sicherlich viele von uns kennen und die auf vielfältige Weise in der Adventszeit dargestellt wird.

Jesus, Gottes Sohn, kommt auf die Welt.

Maria war hochschwanger und ausgerechnet in dieser Zeit fällt dem Kaiser von Rom ein, sein Volk zählen zu lassen. Damit aber nicht genug. Denn jeder musste sich in seinem Geburtsort eintragen lassen. Joseph (der Mann von Maria), der in Nazareth wohnte musste somit nach Bethlehem reisen. Das sind ca. 130 km und das zu Fuß. Mit Glück hatte man wenigstens ein Reittier.
Das würde mich, wenn ich damals gelebt hätte, in eine Krise stürzen und zumindest großen Protest in mir hervorrufen. Aber damals gab es keine Demokratie, in der man das für und wider einer solchen Aktion diskutiert hätte.

Also machten sich Maria und Josef auf den Weg nach Betlehem, wo Jesus in einem Stall geboren wurde, da es keinen anderen Platz gab.

Gott schickt seinen Sohn Jesus auf diese Erde. Doch warum tut er das?

Er tut es aus Liebe zu uns Menschen die er, wie wir Christen es glauben, am Anfang dieser Welt wie alles was wir sehen und auch nicht sehen geschaffen hat.

Die Geburt von Jesus ist nicht nur eine Geschichte, die Weihnachten so emotional und romantisch macht und die wir nach diesen vier Wochen wieder vergessen können. Nein, es ist der Anfang einer gigantischen Rettungsaktion Gottes für uns Menschen.

Um das begreifen zu können, müssen wir den Bogen weiterspannen. Über Ostern, Himmelfahrt und Pfingsten hinaus bis zu einem Neuanfang. Der Apostel Johannes beschreibt das in seinem Evangelium im Kapitel 3,16 kurz und knackig:

So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen Sohn gab damit alle, die an ihn glauben nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben. (Joh. 3, 16)

Als Gott die Menschen schuf, hat er sie als Wesen geschaffen, die frei denken und frei entscheiden können. 

Als der Mensch im Paradies vor die Wahl gestellt wird, sich für oder gegen Gott zu entscheiden, hat er sich gegen ihn entschieden. Mit schwerwiegenden Folgen wie wir bis heute sehen. (vgl. 1. Mos. 3)
Wenn wir die Bibel lesen, erfahren wir von vielen Krisen um einmal bei diesem Wort zu bleiben.

Aber Gott hatte, eben weil er seine Geschöpfe liebt einen Plan, um sie aus diesem Dilemma zu befreien. Dieser Plan beginnt mit der Weihnachtsgeschichte – dem ersten Advent, der ersten „Ankunft“ seines Sohnes und endet mit dem zweiten Advent, der zweiten „Ankunft“ Jesu am Ende der Zeiten mit einem Neuanfang. Davon berichtet die zweite “Hälfte” der Bibel das „NeueTestament“.

Weil Gott jedem Menschen dieses Angebot der Rettung macht, möchte er eine persönliche Beziehung zu uns Menschen. Zu mir und zu Ihnen, wie wir es schon im ersten Teil unserer Themenreihe gelesen haben. Eine Beziehung die in jeder Situation trägt, ganz besonders in Krisenzeiten.

Warum brauchen wir Rettung und wie sieht sie aus?

Wie wir erfahren haben, hat sich der Mensch gegen Gott entschieden. Das hat zur Folge, dass unser Leben nicht mehr, wie einmal gedacht, in Gemeinschaft mit Gott verläuft und ewig dauert, sondern zeitlich begrenzt mit dem Tod endet. So hat Gott das von Anfang an nicht gewollt.

Er schickt seinen Sohn in unsere Welt. Jesus bleibt nicht klein sondern er wächst heran und erkennt und verwirklicht seine Aufgabe, die er von Gott, seinem Vater erhalten hat. Nach dem er den Menschen durch sein Leben gezeigt hat, wie sehr Gott die Menschen liebt und das beste für sie will, geht er soweit, dass er am Kreuz stirbt und damit unser Versagen, unsere Schuld, unsere Trennung von Gott sühnt. Deshalb müssen wir es nicht mehr tun. Damit ist die Trennung zwischen Mensch und Gott wieder aufgehoben. Jesus bleibt aber nicht im Grab, sondern wird am Ostersonntag von Gott wieder zum Leben erweckt und kehrt zurück zu ihm. Sein Auftrag auf dieser Erde ist erfüllt. 

Die Bibel sagt, dass diese Rettung jedem gilt, Ihnen und mir. Voraussetzung ist, dass wir Menschen das in Anspruch nehmen wollen und an ihn, Gott, den Schöpfer und Retter glauben. So wie es der obige Bibeltext sagt. Dann steht einem ewigen Leben nach dem zweiten Kommen Jesu nichts mehr im Wege.

Das ist die frohe Botschaft von Weihnachten, die nicht nach dem Fest endet, sondern weit darüber hinaus geht.

Das alles will uns Mut machen auch in schwierigen Zeiten nicht den Mut zu verlieren, sondern darauf zu vertrauen dass es einen Gott gibt, der es gut mit uns meint, der alles zu einem guten Ende bringt.

Ich bin zuversichtlich, dass wir aus der Krise die uns in dieser Zeit so intensiv beschäftigt und uns viele Sorgen bereitet wieder herauskommen werden. Und vielleicht können wir auch aus dieser Krise lernen wie wir so einiges besser machen können.

Und vielleicht können wir auch vom Sinn der Weihnacht etwas lernen und nicht nur die Ware sondern die Wahre Weihnacht feiern – so gerade in dieser Krise.

In diesem Sinne wünsche auch ich Ihnen eine gesegnete Adventswoche und würde mich freuen, wenn sie auch nächste Woche wieder dabei sind wenn es heißt:

Advent in der Krise? Teil 3 – “Eine unglaubliche Geschichte”

Alles Gute!

Gott segne Sie!

Advent in der Krise? – Teil 1 – BLACK FRIDAY

von Christian Mehnert

Am letzten Freitag war es mal wieder soweit.

Lange haben viele Menschen darauf gewartet. Einige haben es kaum ausgehalten, regelrecht darauf hin gefiebert. Und ich muss zugeben, ich hab mich vor einiger Zeit auch mal nicht zurückhalten können.

Ich rede vom Black Friday.

Wenn man BLACK FRIDAY einfach mal bei Google eingibt, dann findet man sofort alles zu Sonderangeboten und Schnäppchenpreisen. Allen voran sind es die großen Versandhändler, die massiv ihre Marktmacht nutzen, um Preise für einen vorübergehenden Zeitraum teilweise massiv zu senken und unglaubliche Summen in kürzester Zeit umzusetzen. Ich möchte gar nicht groß darauf eingehen, ob und wieviel man als Kunde dabei wirklich spart oder ob wir uns nicht gerade erst dadurch dazu hinreißen lassen haben, Geld auszugeben für Dinge, die wir gar nicht brauchen oder uns unter anderen Umständen nicht gekauft hätten. Und auch nicht, dass es vielleicht gerade solche Preiskampfaktionen sind, die Mitschuld daran tragen, dass der Einzelhändler, die von der Coronakrise stark betroffen sind, keine ausreichenden Rücklagen bilden konnten, weil sie immer wieder vor der Wahl stehen, den Wahnsinn mitzumachen oder gar nicht zu verkaufen.

Ein Umstand macht diesen gerade vergangenen Black Friday noch attraktiver: Er hat genau vor dem ersten Advent stattgefunden. Und zwar nicht vor irgendeinem ersten Advent. Sondern dem ersten Advent 2020. Für viele ein katastrophales Jahr. Für alle ein spezielles Jahr. Und für nicht wenige ihr letztes Jahr.

Wo kommt er denn eigentlich her, der Black Friday. Das ist sicher keine Erfindung von Amazon, Alibaba und Co. 

Er hat seinen Ursprung schon in der Antike, in der schlechte Tage als „dies ater“ bezeichnet wurden, was „schwarzer Tag“ bedeutet. 

Heute ist uns dieser Begriff, wenn wir etwas darüber nachdenken, nicht nur vom gemeinschaftlichen Kaufrausch bekannt, sondern hat irgendwas mit dem Finanzmarkt zu tun.

Der Große Crash der US Börse 1929 ging bei uns als DER schwarze Freitag in die Geschichte ein, obwohl er doch eigentlich ein Schwarzer Donnerstag war, durch die Zeitverschiebung hier bei uns aber am Freitag stattfand. Und er wurde gefolgt vom Tragic Tuesday, an dem es noch weiter nach unten ging bis zum Tiefstpunkt.

Es gab Black Fridays davor und auch danach, wie z.B. 2008. Die letzte richtig große Finanzkrise, heraufbeschworen durch Gier und Maßlosigkeit und letztendlich ausgelöst durch die Pleite der Bank. 

Tausende haben in diesen Krisen alles verloren, von dem sie dachten, dass es wichtig ist und dass es sie ausmacht. Ihr Leben, so, wie sie es kannten, hatte binnen Stunden aufgehört zu existieren. Aufgebaute Vermögen waren schlagartig nichts mehr wert. Bis dato reiche Bänker standen vor den Scherben ihrer Arbeit und ihrer Karriere. Sie hatten bis zu diesem Tag zu hunderten und tausenden Immobilien ge- und verkauft um Profit damit zu machen und waren auf einmal selbst mittellos und konnten sich teilweise ihr eigenes zu Hause nicht mehr leisten. Viele haben das nicht überwunden und sind zum teil sofort andere erst kurze Zeit später in den Freitod gegangen.

Was bleibt, wenn das, was unser Leben ausmacht plötzlich wegbricht? Was ist die Essenz unseres Lebens, wenn das drumherum plötzlich einfach nicht mehr ist?

Viele sind in diesem Jahr zum Teil sehr schmerzhaft, geradezu brutal mit dieser Frage konfrontiert worden.

Aber auch da, wo nicht der Tod direkt eine Lücke gerissen hat, es „nur“ um das wirtschaftliche Überleben geht, weil durch Maßnahmen zum Schutz Aller, Einzelnen der Raum genommen wurde, der sie selbst geschützt hat, ihnen ihr Auskommen gesichert hat, da ist es nachvollziehbar, dass an so mancher Stelle nach Sinn und Maß gefragt wird. Auch dann, wenn man grundsätzlich hinter den ergriffenen Maßnahmen steht.

Gerade erst in dieser Woche wurden noch einmal Maßnahmen stellenweise verschärft, mit dem Ziel, uns wenigstens an Weihnachten etwas mehr (ist vielleicht schon fast zu viel gesagt), oder ein klein wenig Freiheit und Gemeinschaft mit der Familie zu erlauben. Das scheint es ja zu sein, was Weihnachten für uns ausmacht. Zeit mit Freunden und Familie. Besinnliche Stimmung auf Weihnachtsfeiern und -märkten. Glühwein und Schmalzkuchen. Tannen- und Räucherduft. Gemeinsames Weihnachtsliedersingen und nicht zuletzt auch das traditionelle Krippenspiel im Gottesdienst am heiligen Abend in vollen Kirchen.

All das, oder zumindest vieles davon wird in diesem Jahr nicht möglich sein.

Was bleibt übrig von Advent und Weihnachten, wenn uns das meiste von dem nicht möglich ist, von dem wir dachten, dass das Weihnachten ist? Es scheint, als wären für dieses “Fest religiösen Ursprungs” nicht einmal Gottesdienste elementar wichtig. Und das stimmt sogar. Gott will nicht, dass wir unser Leben mit ihm an den Rahmen einer Veranstaltung oder ein Kirchengebäude binden. Er möchte eine persönliche Beziehung in jeder Situation, ungeachtet der äußeren Umstände. Dann, wenn es uns richtig gut geht und auch dann, wenn wir mies drauf sind. Dann, wenn wir wirtschaftlich erfolgreich sind oder wenn wir am Boden liegen und nicht weiter wissen. Dann, wenn wir im Kreis meiner Lieben feiern können und auch dann, wenn uns Krankheit und Tod unser liebstes genommen haben.

Ein amerikanischer Investmentbanker, der nach dem Börsencrash vor dem Nichts stand, kein Geld mehr hatte, seine Arbeit, seine Wohnung und auch noch seine Familie verloren hatte, fand in dieser Zeit seinen Glauben an Christus zurück. Und er stellte fest: „Manchmal merken wir erst, dass Jesus alles ist, was wir brauchen, wenn Jesus alles ist, was wir haben.“ 
Sein Leben, sein Reichtum hatten ihm den Blick verstellt, für das, worauf es ankommt. Bis ihm die Augen schmerzhaft geöffnet wurden.

Man wünscht natürlich niemandem, dass er erst ganz tief fallen muss, um zu erkennen, was wirklich elementar wichtig ist. 
Wir möchten Ihnen deshalb in den nächsten Wochen immer an den Adventwochenenden einige Gedanken mit auf den Weg durch die vor uns liegende Advents- und Weihnachtszeit geben und versuchen, mit Ihnen das „Konzentrat“ von Weihnachten vielleicht zum ersten mal, vielleicht auch ganz neu wiederzuentdecken.

Christus wird Mensch. Nicht trotz unserer Krisen sondern eben gerade für die Zeit der Krise und als Weg aus der Krise.

Ich wünsche Ihnen eine gesegnete erste Adventswoche und würde mich freuen, wenn Sie nächste Woche (natürlich gern auch öfter) wieder auf unserer Seite vorbeischauen. 

Alles Gute!
Gott befohlen!

Hohe Infektionszahlen im Salzlandkreis – aktuell kein Gottesdienst im Gemeindehaus

Aufgrund stark steigender Infektionszahlen im Salzlandkreis und einer zuletzt über den Wert von 100 gestiegenen 7 Tage-Inzidenz (siehe https://test.salzlandkreis.de/corona-virus/), wird zunächst am Samstag dem 28.11.2020 gemäß dem Hygienekonzept unserer Kirche (https://bmv.adventisten.de/covid-19/bmv-corona-ampel/) kein Gottesdienst in der Adventgemeinde Schönebeck stattfinden. Wir werden die Entwicklung der Zahlen über die nächsten Tage beobachten und dann darüber informieren, ob wir über längere Zeit den Gottesdienst ruhen lassen müssen oder schon bald wieder gemeinsame Gottesdienste feiern können.

Gottesdienste (unter Auflagen) in der Gemeinde Schönebeck wieder möglich.

Während der Zeit des “Lockdowns” und auch noch einige Zeit nach den ersten vorsichtigen Öffnungen hat sich die Adventgemeinde Schönebeck virtuell im Internet zu Andachten und Gebetszeiten zusammengefunden. Es war eine wertvolle Alternative, die vielleicht auch Möglichkeiten aufgezeigt hat, wie in Zukunft das Wort Gottes auf anderen Wegen als bisher zu den Menschen in der Stadt und der Welt gebracht werden kann.

Dennoch freuen wir uns über die Maßen, dass wir wieder Gottesdienste in unserem Gemeindehaus feiern können, wenn auch im Moment noch unter Auflagen.

Wenn Sie an einem Gottesdienst teilnehmen möchten, dann bitten wir auf folgendes zu achten:

  • Der Gottesdienst findet Samstags ab 10 Uhr im Gemeindesaal statt und ist auf die Dauer von 1 Stunde begrenzt.
  • Am Eingang liegt eine Teilnehmerliste aus, in die Sie sich, wenn Sie an dem Gottesdienst teilnehmen möchten, mit Namen und vollständiger Adresse sowie Telefonnummer eintragen müssen. Bitte geben Sie die Daten korrekt und vollständig an.
    Die erhobenen Daten dienen ausschließlich dem Zweck einer Kontaktnachverfolgung im Infektionsfall und werden gemäß der Datenschutzvorgaben nach Ablauf der vorgeschriebenen Aufbewahrungsdauer gelöscht / vernichtet.
  • Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Wir können daher eine Teilnahme am Gottesdienst aktuell nicht garantieren (Bisher war es aber noch nicht knapp…).
    Sollte die maximale Teilnehmerzahl erreicht sein, werden wir Sie am Eingang bitten müssen, nicht am Gottesdienst teilzunehmen. In diesem Fall bitten wir um und hoffen auf Ihr Verständnis. Es wird uns sicher nicht leichtfallen, jemanden abzuweisen. Wir dürfen aber dann keine Ausnahmen machen.
  • Es ist ein Abstand von mindestens 1,5 Metern zur nächsten Person einzuhalten. Dies gilt während des gesamten Aufenthalts im Gemeindehaus, in allen Räumen und auch vor dem Eingang. Familien/Angehörige eines Hausstands dürfen den Sicherheitsabstand untereinander selbstverständlich unterschreiten und auch zusammensitzen.
  • Es besteht Maskenpflicht, wenn Sie sich im Gebäude oder Gottesdienstsaal bewegen. An Ihrem Platz können Sie bei Bedarf die Maske abnehmen. Wir empfehlen aber, wenn möglich, die Maske während des gesamten Aufenthalts zu tragen.
    Bitte beachten Sie, dass die Maske Mund UND Nase bedecken muss, da sie ansonsten keinen Nutzen hat.
  • Die allgemein bekannten Hygieneregeln (Händewaschen und desinfizieren, Husten-/Niesetikette) gelten auch bei uns.
  • Es steht Desinfektionsmittel an mehreren Stellen im Gebäude und in den Toilettenräumen zur Verfügung, das benutzt werden darf und soll.
  • Leider müssen wir zur Zeit noch auf Gemeindegesang verzichten. Es gibt trotzdem Musik im Gottesdienst, wir müssen Sie aber bitten, auf das laute Mitsingen aktuell noch zu verzichten.
  • Aktuell findet kein Kindergottesdienst statt.

Wenngleich das viele und zum Teil auch unbequeme Vorgaben sind, so sind wir doch der Überzeugung, dass sie sinnvoll und zielführend sind und dem eigenen und dem Wohl des Anderen dienen. (siehe Phil. 2,3)

Wir würden uns freuen, Sie bald in unserer Gemeinde begrüßen zu dürfen.

Gemeinde Schönebeck trifft sich im “Virtuellen Gebetsraum”

Seit Wochen sind öffentlliche Gottesdienste oder Treffen in Gruppen nicht möglich. Besonders für viele Kirchengemeinden, zu deren Grundzügen die Gemeinschaft der Christen gehört, ist die aktuelle Situation nicht einfach.

Die Mitglieder der Gemeinde mussten sich etwas einfallen lassen, wie sie trotzdem Gemeinschaft leben und ihren Glauben praktizieren können. Austausch über Glaubensfragen, das gemeinsame Gebet und Ermutigung finden daher seit 3 Wochen virtuell statt und so treffen sie sich nun einmal in der Woche in einem “virtuellen Gebetsraum”.

Das Angebot findet Zuspruch und die Teilnehmer genießen es, Ihre Glaubensgeschwister zu sehen und hören, was besonders in Zeiten des verordneten “Social Distancing” gut tut.

Dieses Angebot richtet sich zunächst an aktuelle und ehemalige Mitglieder. Ob und inwiefern weitere und öffentlich zugängliche Angebote möglich und von der kleinen Gemeinde leistbar sind, wird geprüft. Darüber wird in diesem Fall gesondert informiert.